Butoh-Workshop mit Malte Brammer
Schwerpunkt: Unsichtbarkeit – Sichtbarmachung
Für manches fehlen zuweilen die Worte. Gefühle, Menschen, Gruppen oder Ereignisse wurden unsichtbar gemacht. In einer Art Hingabe kann die Butoh-Künstlerin* Einblick gewähren in Menschliches, Unmenschliches und Übermenschliches. Sie stellt nicht zur Schau, sondern zeigt das Leben an sich. Und auch der Tod und die Übergänge werden sichtbar. Wie kann es gelingen, überpersönliche Bilder zu transportieren und doch als Individuum präsent zu sein? Das ist unser Labor. Auch gibt es Geister, die unsichtbar sind und doch wahrgenommen werden. Geister eines Ortes, aus der Vergangenheit oder der Zukunft.
Eine Anmeldung ist erwünscht, aber nicht notwendig. Der Raum hat einen Betonboden. Bringt Euch warme Socken und Decken mit.
Was ist Butoh?
Butoh ist die Rebellion des Körpers dagegen, wie er laut gesellschaftlicher Vorstellungen sein sollte. Es geht um Queerness im eigentlichen Sinne. Nicht um sexuelle Identität, sondern um die eigene Art zu sein und zu leben. Unabhängig von allen Konventionen und sozialen Beschränkungen. Sich zu zeigen, wie man ist. Schamlos, doch der eigenen Grenzen des Wohlgefühls gewahr. Jenseits der Einordnungen und Beurteilungen von Gefallen und Missfallen, hässlich und schön. Butoh ist die Emanzipation vom Normierenden. Bewegung oder Stille. Nicht Tanz, noch Theater. Es gibt so viele Butoh-Stile, wie Körper und Butoh-Praktizierende existieren.Ursprünglich wurde Butoh Ankoku Butoh – Tanz der Finsternis, genannt. Doch auch das Licht zeigt sich.
Info: Tel. +49 172 6364803 – butoh@maltebrammer.de – Sprache: Deutsch


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