Butoh Workshop mit Malte Brammer
Schwerpunkt: Langsamkeit
Manchmal ist die Butoh-Kunst wie aus der Zeit gefallen. In der langsamen Bewegung scheint der Körper zuweilen mit der Umgebung zu verschmelzen. In einer Tanzperformance dieser Art, der ausgedehnten Zeit, können Menschen und Tiere nicht mehr eindeutig erkennen, ob Du lebst oder etwas anderes bist. Kühe auf der Wiese laufen nicht weg und Vögel lassen sich in deiner Umgebung oder auf Dir nieder. Bist Du Natur, ein Geist, ein Zwischenwesen? Das wird unser Labor sein.
Eine Anmeldung ist erwünscht, aber nicht notwendig. Der Raum hat einen Betonboden und ist im Sommer angenehm kühl.
Was ist Butoh?
Butoh ist die Rebellion des Körpers dagegen, wie er laut gesellschaftlicher Vorstellungen sein sollte. Es geht um Queerness im eigentlichen Sinne. Nicht um sexuelle Identität, sondern um die eigene Art zu sein und zu leben. Unabhängig von allen Konventionen und sozialen Beschränkungen. Sich zu zeigen, wie man ist. Schamlos, doch der eigenen Grenzen des Wohlgefühls gewahr. Jenseits der Einordnungen und Beurteilungen von Gefallen und Missfallen, hässlich und schön.
Butoh ist die Emanzipation vom Normierenden. Bewegung oder Stille. Nicht Tanz, noch Theater. Es gibt so viele Butoh-Stile, wie Körper und Butoh-Praktizierende existieren.
Ursprünglich wurde Butoh Ankoku Butoh – Tanz der Finsternis, genannt. Doch auch das Licht zeigt sich.






