Wo fängt Intimität an und wo endet sie? Ab wann wird Körper zum politischen Vehikel von Machtstrukturen?
Gibt es einen Himmel, wie verschiedene Religionen glauben oder sind wir alle Lichtstrahlen im Universum, die früher oder später verlöschen?
Diesen Fragen stellen sich die Künstlerinnen DeDe Handon, Berit Jäger, Helena Renner, Hura Mirshekari, Stefanie Trojan, Mehdi Yarmohammadi und Eva Weingärtner, die vom 10.-12.4.2026
das Alte Volksbad in Mannheim bespielen. Das Alte Volksbad, bestehend aus 34 Dusch- und Badekabinen ist ein Ort an dem noch in den 80er Jahren Menschen kamen, um ihren Körper zu reinigen.
Heute als denkmalgeschützter Ort, wird er als Kulturort vom Verein „Geschichtswerkstatt Neckarstadt e.V.“ betrieben, die mit dem Format AD HOC Art monatlich Ausstellungen veranstalten.
Die 7 Künstlerinnen begegnen dem Ort mit Fragen nach Grenzen und deren Verletzung.
Die Haut bildet die Barriere zwischen der Innenwelt des Menschen und der Außenwelt und ist die Membran, über die wir Reize von der Umwelt empfangen.
Der Begriff „Himmel“, spirituell verstanden als grenzenlose Weite, zentraler Begriff für Hoffnung, Frieden und Versöhnung, kann bei dieser Ausstellung auch verstanden werden als der Versuch, durch Kunst das zu transformieren, was uns in unseren Leben auf schmerzhafte Art begrenzt.
Doch ab wann wird weiter Raum zu einem Zustand, der die Begrenzung durch einen Körper erneut erfordert?
Die Ausstellung beginnt am 10.4. um 19:00. Der Abend wird musikalisch begleitet durch Beiträge von Augusto Busignani, Performances entwickeln sich im Raum.
Öffnungszeiten
Freitag, 10. April, 19-23 Uhr
Samstag, 11. April, 16-21 Uhr
Sonntag, 12. April, 14-18 Uhr
Dies ist die achtunddreißigste Ausstellung in der Reihe ‚Ad Hoc Art‘, die Werke neuer und etablierter Künstler*innen einmal monatlich im Alten Volksbad präsentiert. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Mannheim.
